Resümee Immobilien-Messe Ratingen, 06.09.2015


Heute bin ich mal wieder für das Thema Gesundheit unterwegs gewesen und wollte auf der Immobilien-Messe in Ratingen wissen, wie die Aussteller über die Themen „Altlasten“, „Schadstoffe“ und „Gesundheit in Gebäuden und Wohnungen“ denken, sich interessieren und Stellung beziehen.

 

Für 3 Aussteller habe ich mich entschieden, für die folgenden Themen zu interessieren und aufzuklären:

 

a) „Verantwortung von Makler und Vermieter“
bei einem größeren lokalen Immobilien-Makler

 

b) Immobilienprojekt „Schadstofffreie Wohnungen“
bei dem großen Eigentümerverein Deutschlands, die sich mit  Gebäuden und Grundstücken befassen

 

c) Immobilienprojekt „Gesunde Gebäude“
bei der großen Immobilienbank Deutschlands mit den 3 Buchstaben

 

Allen Themen lag die Aufklärung der Schadstoffbetrachtung in Alt- und Neubau, der Umwelterkranktensituation, der
Verantwortung der Entscheider sowie den Inhalten des Gebäude-Gesundheitszeugnis zu Grunde.

 

a) Immobilien-Makler, ca. 25 Minuten

 

Er fühle sich als Makler als der falsche Ansprechpartner, da er nur vermittelt und der Eigentümer in der Eigenverantwortung steht, seine Immobilie mit oder ohne Schadstoffe zu verkaufen – ein Nachfragen über den Zustand, würde aus finanziellen Gründen, evtl. den Auftrag nicht zu erhalten, verneint. Der Käufer ist Derjenige, der in der Verantwortung steht nachzufragen  oder sich einen Sachverständigen hinzunehmen muss, der untersucht und nachfragt, ob der Wert der Immobilie vorhanden ist und die Immobilie auch schadstofffrei ist oder nicht. Nach 20 Minuten wollte er das Gespräch abbrechen und suchte Befürworter von anderen Ausstellern, die hinter mir standen. Das Thema Gewissen als Makler gegenüber der Schadstoffproblematik, wurde nicht beantwortet, obwohl er sich der Thematik bewusst ist – zumindest würde er Interesse an einem Vortrag haben, wo über die gesundheitlichen Hintergründe aufgeklärt werden würde und gab mir seine Karte.

 

b) Eigentümerverein für Gebäuden und Grundstücke, ca. 15 Minuten

 

Eine Mitarbeiterin war es nicht nur unangenehm mit mir über „solche  Themen“ zu diskutieren, sie stand sogar die ganze Zeit mit einem süffisanten Lächeln vor mir, als wolle sie gleich in schallenden Gelächter ausbrechen und suchte immer den Blick zu den Menschen die hinter mir standen. Sie konnte sich zwar daran erinnern, dass ich bereits im letzten Jahr schon einmal den Stand wegen diesen Themen besucht hatte – traurig ist, dass sich in 1 Jahr Nichts verändert hat.

 

Den Eindruck den sie vermittelte teilte sie mir auch mit:

 

– falscher Ansprechpartner
– Eigentümer und Vermieter haben kein Geld für gesunde Sanierungen
– Die sich permanent ändernden Gesetze seien Schuld an dem Zustand, da die Mitglieder schon genügend gesetzliche Gängelungen erfahren müssen
– Verantwortung sei das falsche Thema

 

Sie würde den Geschäftsführer in Düsseldorf noch einmal an meine 14-Tage alte eMail-Anfrage erinnern, in der ich bat eine Rundmail an alle Mitglieder zu schicken, um nachzufragen, wer sein zu vermietendes Gebäude oder Wohnung z.B. baubiologisch oder schadstofffrei sanieren würde..bisher keinerlei Reaktion

 

c) Immobilienbank, ca. 15 Minuten

 

Die Situation und Zustände sind zwar nachvollziehbar, aber selber habe weder die Bank, noch deren Kunden Interesse daran eine „teure“ Sanierung zu finanzieren. Den kritischen Themen wolle man sich nicht über z.B einem gemeinsamen Pilotprojekt stellen und verwies auf die oberste Geschäftsführung.

 

Fazit:
Es ist beschämend; egal mit wem ich sprach, Jeder ist nicht verantwortlich und immer der Andere muss der richtige Ansprechpartner sein. Das Thema Verantwortung dem Nutzer oder der Gesundheit gegenüber, stieß auf keinerlei Interesse  – man habe zwar Verständnis, aber ändern könne man sowieso Nichts und der Gesetzgeber muss handeln. Lediglich der Immobilienmaker war am Schluss des Gesprächs bereit, zu einem Vortrag über die gesundheitlichen Hintergründe sich aufklären zu lassen.

 

Das Thema Umwelterkrankte wurde eher belächelt, als für existent genommen.

 

Es war allen nicht nur sichtlich unangenehm mit mir zu sprechen, sondern eher lästig.